Wahre Unwahrheiten - Kuss des Schattens

Novum Verlag, 1. Auflage, Juli 2010

Kurzbeschreibung

Drei Erzählungen rund um Erfolg und Niederlage thematisieren psychische und physische Tragödien und Schicksale. Die erste Erzählung stellt einen Sportler in den Mittelpunkt, der seinen Erfolg bitter bezahlt. Nur die aufopfernde Liebe zu einer Frau scheint ihn retten zu können. Die Armut eines Kindes in der Vorkriegszeit des Zweiten Weltkriegs und die späteren sadistischen Charakterzüge des Erwachsenen prägen den zweiten Teil von „Wahre Unwahrheiten“. Die Erzählung rund um einen Soldaten, der nach seiner Rückkehr mit seinem Leben nicht mehr fertig wird, bildet den Abschluss des bedrückenden, aber wegweisenden Buches.

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Totenwagen: Kindheit am Spiegelgrund

Mandelbaum-Verlag, 1. Auflage, Oktober 2007

Kurzbeschreibung

Als die Pflegemutter mit ihm nicht mehr zurecht kommt, gibt sie ihn bei der Kinder-Übernahmestelle ab. Alois Kaufmann kommt in die "Fürsorgeanstalt am Spiegelgrund" in Wien, heute "Am Steinhof". Er war ein "schwer erziehbares" Kind. Es war das Jahr 1943 und die autoritäre "Fürsorge-Erziehung" vermischte sich mit der Ausgrenzungsideologie der Nationalsozialisten. "Nicht normale" Kinder sollen "normal" gemacht werden - oder sie werden als "unwertes Leben" umgebracht. Der neunjährige Alois durchlebt das Eingesperrt-Sein, die erbarmungslose Disziplin, die Erniedrigungen und Entwürdigungen der "Zöglinge". In diesem Buch beschreibt er das, was er zwischen 1943 und 1945 erlebte und viele andere nicht überlebten, aus der Sicht eines Kindes. Seine Ängste, die Entwürdigungen, die Gewalt der Kinder untereinander, ihre Überlebensstrategien werden dabei erschreckend deutlich und nachempfindbar. Und er schildert auch die Ärzte und Schwester in Weiß mit ihren Spritzen, die über Leben und Tod der Kinder entschieden. Unter ihnen auch Heinrich Gross. Kaufmann beschreibt seinen Schreibprozess als "... jetzt raspel ich mir das ab von der Seele - ohne daran zu denken, was daraus werden könnte." Es wurde ein berührender Bericht, der sowohl dem eigenen Nicht-Kind-Sein-Dürfen ein Mahnmal setzt, wie auch "diesen armen Hunden, die am Spiegelgrund umgekommen sind".

Auszeichnungen

3. Platz DAMALS-Wettbewerb: Die besten historischen Bücher des Jahres 2008, Rubrik Autobiographisches

Rezensionen

Amazon.com, M. Hackl: "Ich habe dieses Buch in 1 Tag gelesen, ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Für alle, die sich für dieses lange verschwiegene dunkle Kapitel der Kinder-Euthanasie interessieren, ist es neben dem Buch von Johann Gross (Spiegelgrund: Leben in NS-Erziehungsanstalten) sehr empfehlenswert. Aus diesen Büchern erhält man Informationen aus erster Hand, da die Autoren das Schreckliche selbst erlebt haben. Sehr empfehlenswert!"

Amazon.com, Mishpachat P: "Diese Biografie zeigt, dass nicht nur jüdische und wirklich behinderte Kinder unter dem Naziterror zu leiden hatten. Auch ganz normale Wiener Kinder die einfach das Pech hatten, ausserhalb der damals geltenden, nur allzu oft geheuchelten, Fassade von intakter Familie und guter KInderstube aufwachsen zu müssen, waren im Kinderheim Freiwild für jede Art der Indoktrination und Quälerei. Interessant auch die Schilderung wie Kinder den Nationalsozialismus und seine Vertreter vergöttlichten, obwohl all das die wesentliche Ursache für ihre Qualen und Leiden war. Ein Buch das sich unter anderem auch wegen der klaren und einfachen Sprache und Aussagen zu lesen lohnt."

biblio.at, Josef Kunz: "Eindringlich schildert der Autor die Leiden und Nöte der Jugendlichen. Die kurzen Kapitel richten sich wie Scheinwerfer auf die Innenwelt dieser schrecklichen Institution. In einem Nachwort von Peter Malina wird das Autobiografische in den geschichtlichen Hintergrund gebettet und erläutert. Ein aufklärendes und notwendiges Buch, das schon in einer anderen Fassung 1993 erschienen ist."

Dass ich dich finde: Kind am Spiegelgrund - antifaschistische Lyrik

Theodor Kramer Gesellschaft, 1. Auflage, September 2006

Kurzbeschreibung

Im Jahre 1940 richteten die Nationalsozialisten auf dem Gelände der Heil- und Pflegeanstalt „Am Steinhof“ eine Jugendfürsorgeanstalt „Am Spiegelgrund“ ein. „Am Spiegelgrund“ sterben bis 1945 rund 800 Kinder. Ein Psychiater fertigte Gehirnpräparate der ermordeten kranken und behinderten Kinder an. Alois Kaufmann, geboren 1934 in Graz, geriet 1943 bis 1945 in diese Hölle. Alois Kaufmann ist einer von denen, die das Schweigen über das Geschehene brachen – mit seinem Buch über den „Spiegelgrund“ und durch ungezählte Vorträge. In seinen Gedichten hören wir seine ganz eigene unverkennbare Stimme.

 

 

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